Frohe Botschaft

Unter unserer Rubrik „Frohe Botschaft“ findet Ihr jede Woche die Lesungen und das Evangelium des aktuellen Sonntags zum nachlesen. Auch zum nachlesen die aktuellen Weihnachts- und Osterbotschaften von Papst Franziskus „Urbi et Orbi“ und Bischof Stephan Ackermann. Schaut mal rein!

Fastenzeit 2021

Es geht! Anders. Das war das Motto der Misereor Fastenaktion im Jahr 2021. In unseren beiden Wortgottesdiensten, dem Kreuzweg und der Lichterfeier wurde auf Missstände in der Welt oder auch bei uns vor der Haustür aufmerksam gemacht, viele davon, eigentlich alle waren schon vor der Corona Pandemie da. Auch in unserer Kirche treten in dieser Zeit wieder Fehlentwicklungen immer stärker in den Vordergrund und stellen unsere Gemeinschaft auf eine Zerreißprobe.

Misereor-Kreuzweg am 28.03.2021
Taizé-Lichterfeier am 19.03.2021
Osterkerzen-Aktion der Messdiener
Ostergarten

Es geht! Anders. Dieser Appell ist ein Aufruf, ein Weckruf an uns, einmal innezuhalten und nachzudenken:
Muss ich etwas aufgeben, oder abgeben, was machen die anderen?
Was berührt mich?
Wie eingefahren sind meine Verhaltensweisen oder meine Denkmuster?
Wo stehe ich und wofür stehe ich?
Kann ich mich öffnen?
Warum eigentlich, mir geht’s doch gut? Oder?

Darüber nachzudenken! Eine Herausforderung! Die gewohnten Muster verlassen und sich auf das Neue, das Andere einlassen! So wie Jesus, der für alle, aber besonders für die Anderen! ein offenes Ohr hatte!

Es geht! Anders.
Es beginnt! Bei uns.

Der Text des nachfolgenden Liedes in schwedischer Sprache stammt aus dem 14. Jahrhundert und geht auf die Hl. Brigitta von Schweden zurück. Wir denken, der Text eignet sich gut für einen Neuanfang.

Herre, visa mig vägen
Herr, zeig mir den Weg
Und mache mich bereit auf ihm zu gehen.
Gib meinem Herzen Frieden.

https:/Herre visa mig vägen

Ostern

Ostern

… ist der Fokus unserer Hoffnung
… ist das Sprungbrett für ein Leben aus dem Glauben
… ist das Siegel Gottes für das Leben
… bahnt den Weg vom Heute ins Morgen
… ist wie ein Hintergrundleuchten für Resignation, Leid, Schmerz …

Quelle: Norbert Mothes, Pfarrbriefservice.de

Wir wünschen Euch allen eine frohe und gesegnete Osterzeit.
Euer Pfarrgemeinderat Mayschoß

Lichterfeier mit Gesängen und Impulsen aus Taizè am 19. März 2021

Nachdem der erste Anlauf im Januar gescheitert war, hat es im zweiten Anlauf funktioniert. Und wie! Kreatives Organisationstalent war in diesen Zeiten gefragt, um einen solchen Abend auf die Beine zu stellen und zahlreiche E Mails, WhatsApp’s und Telefonate notwendig, um die Vorbereitungen coronakonform abzuwickeln. Engagierte junge Erwachsene trugen ihre eigenen Gedanken und Sorgen in den Fürbitten vor, die viele Facetten des Lebens beleuchteten. Themen wie Klimaschutz, Krankheit und Tod, Einsamkeit, Jobverlust bis hin zum Umgang mit deinem Nächsten verliehen den Fürbitten eine sehr persönliche Bedeutung.

Die für Taizé charakteristischen meditativen und berührenden Gesänge wurden durch unsere kleine Gesangs- und Musikgruppe dargeboten, die uns mit ihren Interpretationen verzauberte. Dazu die Momente und Zeiten der Stille, um zu sich selbst zu finden, vielleicht etwas ungewohnt, aber in dieser Zeit Balsam für die Seele. Umrahmt wurde das Ganze durch die liebevolle und stimmungsvolle Dekoration, die unserer Kirche mit hunderten von Kerzen und Tüchern in eine besinnliche Atmosphäre tauchte und alle Besucher begeisterte.

Der Schrifttext aus dem ersten Johannesbrief 4, 11-18, wurde einfühlsam in deutscher und anschließend in französischer und englischer Sprache vorgetragen und entfaltete so eine offene und nicht ausgrenzende Wirkkraft auf die Zuhörer.

Ihre Gedanken zum Bibeltext (s.oben), der den Umgang mit der Liebe Gottes zum Inhalt hatte, trug die aus Mayschoß stammende Gemeindereferentin Britta Mies mit zeitgemäßen, modernen Impulsen versehen, vor. Es wurde sich dem Thema kritisch genähert. Denn: Immer nur liebende Gedanken können wir Menschen doch gar nicht haben unseren Mitmenschen, Gott und uns selbst gegenüber, oder? Hier wurde die Theorie der „Toxischen Positivität“ näher beleuchtet, wo es um die Wichtigkeit geht, den ungewünschten Emotionen, wie zum Beispiel der Trauer genügend Raum zu schenken und Traurigkeit und Klage, aber auch das „Unzufrieden sein“ als etwas Normales und zum Leben Dazugehöriges zuzulassen und nicht abzuspalten oder zu verdrängen.

Wenn der Mensch in diesem Bereich eine gute Balance gefunden hat, wie kann er die Liebe, die im Schrifttext beschrieben wird, empfangen und weitergeben? Die Liebe als kostbares Gut, in deren Umfeld unser Herz im Spiel ist und damit unser Innerstes sich preisgibt. Sie zu zeigen erfordert Mut. An dieser Stelle zitierte die Vortragende einen Liedtext von Alexa Feser, die sich auf poetische Art und Weise mit dieser Thematik auseinandersetzte. (https://www.youtube.com/watch?v=pbPsAnlIY-4). Ängste vor Verletzungen, Spott und Ausnutzung müssen überwunden werden. Liebe zu verschenken und zu empfangen braucht Mut! „Wenn die Liebe Gottes in mir die treibende Kraft ist“, so Britta M., „dann soll ich Liebe weitergeben. Dann soll das, was ich tue, von dieser Liebe getragen und eingefärbt sein. Das, was ich tue, werde ich dann eben ein kleines bisschen anders tun, als wenn unser Gott uns nicht zur Liebe angestiftet hätte. Nächstenliebe ist dann nicht eine bestimmte Tätigkeit – Nächstenliebe ist dann die Art und Weise, wie ich mein Leben führe, meinen Beruf ausübe und andere Dinge tue.“

Auszug aus dem Lied MUT – von Alexa Feser
Mut ist, wenn du mit der Angst tanzt
Das was du nicht ganz kannst, trotzdem versuchst
Mut ist, wenn du wieder aufstehst
Pflaster auf die Haut klebst und weiter suchst
Mut ist ein „Ja“ in schwieriger Zeit
Sich zu entscheiden ganz ohne Sicherheit
Auf der Bühne zu stehen
Das Herz zu entkleiden
Das zersplitterte Ich hinter den Worten zu zeigen
Mut ist, wenn du mit der Angst tanzt
Das was du nicht ganz kannst, trotzdem versuchst
Mut ist, wenn du wieder aufstehst
Pflaster auf die Haut klebst und weiter suchst
Mut geht auf die Barrikaden
Mut lässt sich nicht sagen
„Das schaffst Du nicht“
Mut ist mehr als ein Gedanke
Mut ist, wenn die Schranke im Kopf zerbricht

Dieser Abend war ein Lichtblick für uns nach den Nachrichten Anfang der Woche aus Rom und den Ereignissen im Bistum Köln. Wie weit haben sich Teile der Kirche von den Menschen und der Lebenswirklichkeit entfernt? Ein weiterer Schritt zur Selbstzerstörung! Ist das die Offenheit und die Nächstenliebe, die Jesus uns vorgelebt hat?

Vielen Dank an Alle, die uns an diesem Abend durch Ihr Mittun unterstützt haben, aber auch an die Besucher, die sich auf diese etwas andere Form des Gottesdienstes eingelassen haben.

Maria und Guido Cramer, Karlheinz Frings

Für Impressionen von dem Abend, klickt bitte auf das nachfolgende Video:

Wort-Gottes-Feier am 18.04.2021

Sonderartikel

Herzliche Einladung zur Wort-Gottes-Feier

Sonntag, 18.April 2021, 9.30 Uhr
Pfarrkirche Mayschoß

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich,
die Aufnahme der Kontaktdaten erfolgt vor Ort

Heilige Messe am 25. April 2021

Sonderartikel

Herzliche Einladung zur Heiligen Messe

Sonntag, 25. April 2021, 9.30 Uhr
Pfarrkirche Mayschoß

Bitte meldet Euch telefonisch im Pfarrbüro Altenahr an: 0 26 43 – 15 58
montags, dienstags, donnerstags 9.00 – 11.00 Uhr

Musikalischer Gruß von Jeremiah Kaumbal aus Papa Neu Guinea

Einen musikalischen Gruß sendet uns Jeremiah Kaumbal aus z.Zt. Wewak, Papua Neu Guinea, der dort bald zum Priester geweiht wird und nach seiner Aussendung auf seinen Wunsch hin in St. Augustin in der Missionsprokur eingesetzt wird.

Er hat unsere Pfarrgemiende bei seinem ersten Einsatz in Deutschland bereits mehrfach besucht und z.B. Gitarre im Gottesdienst gespielt und etwas von sich erzählt. Sein Wunsch, Priester zu werden, erfuhr er durch den Kontakt zu Pater Rudi Stodden aus Mayschoß, der bis zu seinem Tod in seinem Heimatdorf als Steyler Missionar arbeitete und bei seiner Familie ein- und ausging. Nun ist es Pater Jeremias ein Anliegen, unserer Pfarrgemeinde ein wenig von all dem, auch für die großzügigen und wichtigen Spenden, die es damals in seinem Heimatdorf für die Projekte von Pater Stodden gab, zurückzugeben – die Verbundenheit, die dadurch bei den Menschen Vorort zu uns entstanden ist, zum Ausdruck zu bringen.
Freuen wir uns auf sein Mittun und unterstützen wir seine Vorbereitung auf seinem Weg als Priester im Gebet.

Maria und Guido Cramer

Zum musikalischen Gruß klickt bitte auf den folgenden Link:

„Die Bibel – beim Wort genommen?!“ – Wiederauftakt der temptAhre-Gottesdienste in Mayschoß

„Die Bibel – beim Wort genommen?!“ – das war das Thema des temptAhre-Gottesdienstes, der nach langer coronabedingter Pause am 6. März 2021 in der Pfarrkirche Mayschoß stattfand.

Kann man alles wortwörtlich nehmen, was so in der Bibel steht? Texte, Worte, Gleichnisse, die in der Bibel stehen, wurden anhand von einigen Beispielen wie der Schöpfungsgeschichte beleuchtet, inwiefern sie kompatibel sind mit unserem heutigen Werteverständnis und wo sie auslegungsbedürftig sind. Manche Textstellen, vor allem im Alten Testament, kann man nur im historischen Kontext sinnvoll einordnen. Andere Stellen werden durch die Werte und Ideale des Neuen Testaments überlagert. Dies macht es sehr schwer, die Bibel immer richtig zu verstehen.

Ein weiteres Thema war das Verhältnis der Frau in der Bibel. Mittels verschiedener Bibelstellen des Neuen Testamentes wurde klar, dass Jesus Frauen und Männer gleich behandelte. Das ließ schnell die Frage stellen, wie es heute in der Katholischen Kirche mit der Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann aussieht: Stichwort „Frauen in Weiheämter“? – „Maria 2.0“? Ein wichtiges Thema, aktueller denn je.

Eingefasst wurde die Themen durch Gebete, Impulse und Livemusik der Band „Breeze Of Music“. Sie spielte sowohl neuere Kirchenlieder wie „Suchen und fragen“, „Weil der Himmel bei uns wohnt“ als auch Lieder aus der Popmusik wie „Kompliziert“ von Namika und Lady Gaga’s „Born This Way“.

Der nächste temptAhre-Gottesdienst findet am 5. Juni statt. Thema wird „Wissenschaft und Religion“ sein: Wie standen und stehen diese früher und heute zueinander? Gibt es nicht mehr gemeinsame Ziele, als man im ersten Augenblick denkt? Herzliche Einladung zu diesem Gottesdienst schon mal im Voraus.