Frohe Botschaft

Unter unserer Rubrik „Frohe Botschaft“ findet Ihr jede Woche die Lesungen und das Evangelium des aktuellen Sonntags zum nachlesen. Auch zum nachlesen die aktuellen Weihnachts- und Osterbotschaften von Papst Franziskus „Urbi et Orbi“ und Bischof Stephan Ackermann. Schaut mal rein!

Heilige Messe am 25. Juli 2021

Herzliche Einladung zur Heiligen Messe

Sonntag, 25. Juli, 9.30 Uhr
Pfarrkirche Mayschoß

Bitte meldet Euch telefonisch im Pfarrbüro Altenahr an: 0 26 43 – 15 58
montags, dienstags, donnerstags, 9.00 – 11.00 Uhr

„Wissenschaft und Religion“ – temptAhre Gottesdienst vom 05.06.2021

Schließen sich Wissenschaft und Religion tatsächlich aus? Wer argumentiert(e) wie in dem ewigen Streit? Diese und viele weitere Fragen stellte sich das temptAhre-Team in dem Gottesdienst, der am 5. Juni 2021 in der Pfarrkirche Mayschoß stattfand.

Zu Beginn wurden vier Zeitzeugen interviewt, die ihre Meinung und Rolle in der Debatte um die Frage nach der Vereinbarkeit von Wissenschaft und Religion erläuterten. Angefangen mit Thomas von Aquin, der im Kloster aufwuchs und bei seinen Studien die Frage nach der Ursache allen Seins mit Gott beantwortete, kamen auch Galileo Galilei, Charles Darwin und Albert Einstein zu Wort. Trotz des Konflikts mit der Kirche, in den Galilei geriet, indem er das heliozentrische Weltbild untersuchte, fühlte er sich dem Glauben immer stark verbunden. Auch Darwin, der erste Evolutionsbiologe, war religiös. Albert Einstein bildete die Ausnahme, da er sich als Agnostiker bezeichnete und nur an das glaubte, was er verstehen konnte. Im Rahmen der Zeitreise wurde deutlich, dass viele Wissenschaftler*innen ihre Arbeit auch nach ihrem Glauben ausrichten und die Welt im Namen der Religion entschlüsseln wollten und auch heute noch wollen.

Es folgte eine Podiumsdiskussion, bei der über die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Religion gestritten wurde. Zuvor hatten sich auch die Besucher*innen des Gottesdienstes zu der Frage geäußert, was sie persönlich mit dem Streit verbinden und eine Wortwolke mit dem Live-Umfrage-Tool Mentimeter erschaffen. Begriffe wie „Konflikt“ und „unvereinbar“ tauchten jedoch ebenso auf wie „Kompromiss“ und „Hand in Hand“. Eine Sprecherin unterstrich, welche substanziell unterschiedlichen Weltbilder Wissenschaft und Religion zugrunde liegen: Während die Religion auf Glauben, Vertrauen, Irrationalität und Unsicherheit basiert, setzt die Wissenschaft auf Wissen, Rationalität und sichere Belege. Doch auch in der Wissenschaft stehe grundsätzlich alles Wissen zur Disposition und könne schon morgen von anderen Fakten oder im Rahmen einer neuen Theorie über den Haufen geworfen werden, hielt eine weitere Sprecherin dagegen. Es wurde angeführt, dass beide Seiten von einer Zusammenarbeit profitieren könnten, da die Wissenschaft an sich keine Ethik kennt. Darüber hinaus könne, wie bereits Thomas von Aquin sagte, weder die Physik noch die Biologie eine Antwort auf die Frage nach der letzten Rationalität geben. Zuletzt argumentierte eine Sprecherin, dass die Gesetze der Naturwissenschaft, nach denen die Welt funktioniert, so rational sind, dass sie auch auf einen rationalen Schöpfergott zurückgehen müssen. Die Diskussion machte deutlich, dass Wissenschaft und Religion sich nicht ausschließen, sondern vielmehr ergänzen.

Ein Corona-konformes Ensemble der Jugendband „Breeze of Music“ begleitete den Gottesdienst und spielte zum Abschluss „Regenbogenfarben“ von Kerstin Ott mit der Botschaft, dass die Wissenschaft keine Menschen kennt, die mehr oder weniger wert sind, und dass Verständnis und Toleranz Werte sind, die wir auch im Glauben weitertragen sollten, vor allem, wenn es um Liebe, in welcher Form auch immer, geht.

Als Erinnerung an den Gottesdienst wurden Karten mit verschiedenen Botschaften und Motiven an die Gottesdienstbesucher*innen verteilt.

Der nächste Gottesdienst findet am 4. September 2021 statt und beschäftigt sich mit dem Thema Inklusion. Wie nehmen wir Menschen mit Behinderung wahr und wie begegnen wir ihnen? Mit diesen Fragen wird sich der kommende Gottesdienst auseinandersetzen. Herzliche Einladung dazu!

Gremienwahlen im Bistum Trier am 6./7. November 2021

Liebe Gemeindemitglieder,

da die Übergangsmandate in den pastoralen Gremien (hier in Mayschoß der Pfarrgemeinderat) am 31.12.2021 enden, finden am 6. und 7. November 2021 Wahlen zu den entsprechenden Räten im Bistum Trier statt.

Folgende Modelle sind vorgesehen:
Modell 1 „Pfarrgemeinderat“, als reines pastorales Gremium. Hier werden mindestens 6 Kanditaten benötigt.
Modell 2 „Kirchengemeinderat“, als Gremium, das die Aufgaben des Verwaltungsrats und des Pfarrgemeinderats wahrnimmt. Hierfür werden 4 Kandidaten benötigt.
Aus diesen Gremien werden dann Mitglieder in den Pfarreienrat (Rat der Pfarreiengemeinschaft Altenahr) delegiert, derzeit 2 Personen.

Als drittes Modell besteht die Möglichkeit einer
Direktwahl in den Pfarreienrat. Hier verzichtet die Pfarrei auf die Wahl eines eigenen Pfarrgemeinderates oder eines Kirchengemeinderates. Stattdessen werden ihre Vertreter/innen direkt in den Pfarreienrat gewählt.

Die Überlegungen haben im Pfarrgemeinderat bereits begonnen. Über Eure Meinungen und Vorschläge, aber auch Eure Fragen, würden wir uns freuen. Sprecht uns dazu bitte an.

Weitergehende Informationen werden wir demnächst hier auf unserer Webseite einstellen. Weitere Informationen zu den Gremienwahlen gibt es auch auf der Webseite des Bistums Trier unter
https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/wahlen-2021/

Euer Pfarrgemeinderat Mayschoß

Osterkerzenaktion 2021 der Messdiener für Misereor

Während der Fastenzeit boten die Messdiener selbst gestaltete Osterkerzen zum Kauf an und wollten damit den Kirchenbesuchern von Mayschoß eine Freude bereiten und gleichzeitig notleidenden Menschen in aller Welt helfen. Die Aktion wurde gut angenommen, schnell waren die 52 schön gestalteten Osterkerzen vergriffen. Und so konnte ein Betrag von € 235,- an Misereor überwiesen werden. Herzlichen Dank allen Käufern und natürlich den Messdienern fürs Basteln!

Fastenzeit 2021

Es geht! Anders. Das war das Motto der Misereor Fastenaktion im Jahr 2021. In unseren beiden Wortgottesdiensten, dem Kreuzweg und der Lichterfeier wurde auf Missstände in der Welt oder auch bei uns vor der Haustür aufmerksam gemacht, viele davon, eigentlich alle waren schon vor der Corona Pandemie da. Auch in unserer Kirche treten in dieser Zeit wieder Fehlentwicklungen immer stärker in den Vordergrund und stellen unsere Gemeinschaft auf eine Zerreißprobe.

Misereor-Kreuzweg am 28.03.2021
Taizé-Lichterfeier am 19.03.2021
Osterkerzen-Aktion der Messdiener
Ostergarten

Es geht! Anders. Dieser Appell ist ein Aufruf, ein Weckruf an uns, einmal innezuhalten und nachzudenken:
Muss ich etwas aufgeben, oder abgeben, was machen die anderen?
Was berührt mich?
Wie eingefahren sind meine Verhaltensweisen oder meine Denkmuster?
Wo stehe ich und wofür stehe ich?
Kann ich mich öffnen?
Warum eigentlich, mir geht’s doch gut? Oder?

Darüber nachzudenken! Eine Herausforderung! Die gewohnten Muster verlassen und sich auf das Neue, das Andere einlassen! So wie Jesus, der für alle, aber besonders für die Anderen! ein offenes Ohr hatte!

Es geht! Anders.
Es beginnt! Bei uns.

Der Text des nachfolgenden Liedes in schwedischer Sprache stammt aus dem 14. Jahrhundert und geht auf die Hl. Brigitta von Schweden zurück. Wir denken, der Text eignet sich gut für einen Neuanfang.

Herre, visa mig vägen
Herr, zeig mir den Weg
Und mache mich bereit auf ihm zu gehen.
Gib meinem Herzen Frieden.

https:/Herre visa mig vägen

Lichterfeier mit Gesängen und Impulsen aus Taizè am 19. März 2021

Nachdem der erste Anlauf im Januar gescheitert war, hat es im zweiten Anlauf funktioniert. Und wie! Kreatives Organisationstalent war in diesen Zeiten gefragt, um einen solchen Abend auf die Beine zu stellen und zahlreiche E Mails, WhatsApp’s und Telefonate notwendig, um die Vorbereitungen coronakonform abzuwickeln. Engagierte junge Erwachsene trugen ihre eigenen Gedanken und Sorgen in den Fürbitten vor, die viele Facetten des Lebens beleuchteten. Themen wie Klimaschutz, Krankheit und Tod, Einsamkeit, Jobverlust bis hin zum Umgang mit deinem Nächsten verliehen den Fürbitten eine sehr persönliche Bedeutung.

Die für Taizé charakteristischen meditativen und berührenden Gesänge wurden durch unsere kleine Gesangs- und Musikgruppe dargeboten, die uns mit ihren Interpretationen verzauberte. Dazu die Momente und Zeiten der Stille, um zu sich selbst zu finden, vielleicht etwas ungewohnt, aber in dieser Zeit Balsam für die Seele. Umrahmt wurde das Ganze durch die liebevolle und stimmungsvolle Dekoration, die unserer Kirche mit hunderten von Kerzen und Tüchern in eine besinnliche Atmosphäre tauchte und alle Besucher begeisterte.

Der Schrifttext aus dem ersten Johannesbrief 4, 11-18, wurde einfühlsam in deutscher und anschließend in französischer und englischer Sprache vorgetragen und entfaltete so eine offene und nicht ausgrenzende Wirkkraft auf die Zuhörer.

Ihre Gedanken zum Bibeltext (s.oben), der den Umgang mit der Liebe Gottes zum Inhalt hatte, trug die aus Mayschoß stammende Gemeindereferentin Britta Mies mit zeitgemäßen, modernen Impulsen versehen, vor. Es wurde sich dem Thema kritisch genähert. Denn: Immer nur liebende Gedanken können wir Menschen doch gar nicht haben unseren Mitmenschen, Gott und uns selbst gegenüber, oder? Hier wurde die Theorie der „Toxischen Positivität“ näher beleuchtet, wo es um die Wichtigkeit geht, den ungewünschten Emotionen, wie zum Beispiel der Trauer genügend Raum zu schenken und Traurigkeit und Klage, aber auch das „Unzufrieden sein“ als etwas Normales und zum Leben Dazugehöriges zuzulassen und nicht abzuspalten oder zu verdrängen.

Wenn der Mensch in diesem Bereich eine gute Balance gefunden hat, wie kann er die Liebe, die im Schrifttext beschrieben wird, empfangen und weitergeben? Die Liebe als kostbares Gut, in deren Umfeld unser Herz im Spiel ist und damit unser Innerstes sich preisgibt. Sie zu zeigen erfordert Mut. An dieser Stelle zitierte die Vortragende einen Liedtext von Alexa Feser, die sich auf poetische Art und Weise mit dieser Thematik auseinandersetzte. (https://www.youtube.com/watch?v=pbPsAnlIY-4). Ängste vor Verletzungen, Spott und Ausnutzung müssen überwunden werden. Liebe zu verschenken und zu empfangen braucht Mut! „Wenn die Liebe Gottes in mir die treibende Kraft ist“, so Britta M., „dann soll ich Liebe weitergeben. Dann soll das, was ich tue, von dieser Liebe getragen und eingefärbt sein. Das, was ich tue, werde ich dann eben ein kleines bisschen anders tun, als wenn unser Gott uns nicht zur Liebe angestiftet hätte. Nächstenliebe ist dann nicht eine bestimmte Tätigkeit – Nächstenliebe ist dann die Art und Weise, wie ich mein Leben führe, meinen Beruf ausübe und andere Dinge tue.“

Auszug aus dem Lied MUT – von Alexa Feser
Mut ist, wenn du mit der Angst tanzt
Das was du nicht ganz kannst, trotzdem versuchst
Mut ist, wenn du wieder aufstehst
Pflaster auf die Haut klebst und weiter suchst
Mut ist ein „Ja“ in schwieriger Zeit
Sich zu entscheiden ganz ohne Sicherheit
Auf der Bühne zu stehen
Das Herz zu entkleiden
Das zersplitterte Ich hinter den Worten zu zeigen
Mut ist, wenn du mit der Angst tanzt
Das was du nicht ganz kannst, trotzdem versuchst
Mut ist, wenn du wieder aufstehst
Pflaster auf die Haut klebst und weiter suchst
Mut geht auf die Barrikaden
Mut lässt sich nicht sagen
„Das schaffst Du nicht“
Mut ist mehr als ein Gedanke
Mut ist, wenn die Schranke im Kopf zerbricht

Dieser Abend war ein Lichtblick für uns nach den Nachrichten Anfang der Woche aus Rom und den Ereignissen im Bistum Köln. Wie weit haben sich Teile der Kirche von den Menschen und der Lebenswirklichkeit entfernt? Ein weiterer Schritt zur Selbstzerstörung! Ist das die Offenheit und die Nächstenliebe, die Jesus uns vorgelebt hat?

Vielen Dank an Alle, die uns an diesem Abend durch Ihr Mittun unterstützt haben, aber auch an die Besucher, die sich auf diese etwas andere Form des Gottesdienstes eingelassen haben.

Maria und Guido Cramer, Karlheinz Frings

Für Impressionen von dem Abend, klickt bitte auf das nachfolgende Video: