
Du musst Dich nicht nach vorne drängen,
nicht mit hängender Zunge denen nachlaufen, die sich „erfolgreich“ nennen.
Du musst nicht jederzeit sicher sein, alles richtig zu machen,
musst nicht am lautesten rufen, um endlich bemerkt zu werden.
Du darfst sein, wie Du bist, sagen was Du denkst und fühlst,
schweigen und zögern, wenn der Weg unklar ist.
Du darfst trauern, solange Du es brauchst, still werden, wenn Dir alles zu laut ist.
Dir ist zugesagt, dass Du gesehen wirst – wirklich gesehen, ganz und gar:
mit Deinem Mut und Deinem Unmut,
mit Deinen verborgenen Talenten, die vielleicht nur Du selbst kennst,
mit Deinen Hoffnungen und Erwartungen, die noch in Dir verborgen sind,
mit Deinen Nöten, um die niemand weiß,
mit Deinen Verletzungen, die andere nicht sehen wollen,
mit Deinem Willen, zu dem zu stehen, was Dir wirklich wichtig ist,
mit dem, was Du noch vorhast, mit Deinem Aushalten und Widerstehen.
Für einen Augenblick nur: Spür Dich gesehen, wahrgenommen –
mit Haut und Haar, mit Herz und Verstand.
Richte Dich auf als An-gesehene/r – denn darauf darfst Du vertrauen,
es ist Dir zugesagt und mir – jedem Menschen, seit jeher!
Steh auf und sei, wer Du bist und was Dich ausmacht!
(Quelle: Thomas van Vugt & Claudia Schäble, Adventus 2025, autorenteamBaEi@gmx.de, In: Pfarrbriefservice.de)
Gebetsimpulse, Gute Worte für den Tag, Raum für persönliche Gedanken und Gebete – das findet Ihr in der Rubrik.
Das gute Wort
Schaut mal rein.