Das gute Wort – Geduld

Gott,
manchmal wird mir alles zu viel.
Die Termine, die Erwartungen,
die Stimmen um mich herum –
und auch das in mir:
Unruhe, Gereiztheit, schnelle Urteile.
Dann merke ich, wie eng es in mir wird.
Wie wenig Geduld ich habe.
Wie schnell mich andere nerven.
Und ich erschrecke darüber,
weil ich doch eigentlich anders sein möchte.

Schenke mir in solchen Momenten Ruhe.
Nicht erst, wenn alles geschafft ist,
sondern mitten im Alltag.
Hilf mir, mir Freiräume zu nehmen,
ohne schlechtes Gewissen.
Zeiten, in denen ich nichts leisten muss.
In denen ich einfach da sein darf.

Bewahre mein Herz davor,
hart zu werden.
Wenn ich überfordert bin,
lass mich nicht ungerecht werden.

Wenn ich müde bin,
lass mich milde bleiben
– mit mir selbst
und mir anderen
erinnere mich daran,
dass ich nicht alles tragen muss.
Dass ich nicht allen Erwartungen
entsprechen muss.
Dass ich bei dir einfach sein darf.

Lass in mir wieder wachsen,
was gut ist:
Geduld.
Freundlichkeit.
Weite im Herzen.

Und wenn ich mich selbst verliere,
hol mich sanft zurück zu mir –
und zu dir.
Amen

(Quelle: Michelle Engel, Instagram: diokirche_krefeld, in: Pfarrbriefservice.de)

Gebetsimpulse, Gute Worte für den Tag, Raum für persönliche Gedanken und Gebete – das findet Ihr in der Rubrik.
Das gute Wort
Schaut mal rein.

Muttersegen im Marienmonat Mai

Muttersegen

Zuspruch wünsche ich dir,
wenn du an dir zweifelst.

Energie wünsche ich dir,
wenn dir die Kraft
auszugehen droht.

Verzeihen wünsche ich dir,
wenn sich zwischen dir und deinem Kind ein Graben auftut.

Freude wünsche ich dir,
am Lernen und sich entwickeln.

Loslassen können wünsche ich dir,
wenn es Zeit ist.

Liebe wünsche ich dir,
für dich und das Kind.

(Quelle: Agnes Arnold, @allerlei.agnes, in: Pfarrbriefservice.de)

Gedanken. – Leere als Lehre

Wir sind voll, so voll sind wir,
und das Leben ist es auch.
Voller Eindruck und Nachdruck,
Vorsicht und Rückblick,
Pilates und Powerpoint.
Konsum und Kindeswohl.
Gaben werden Aufgaben, wer viel gibt,
von dem wird mehr zu erwarten sein,
und am meisten erwarten wird von uns selbst.
Je mehr du kannst und tust, umso größer
Sind Verwunderung und Enttäuschung,
wenn das Getane nicht genügt,
das kennt man von dir aber anders,
da geht doch noch was,
bis nichts mehr geht,
bis du zu Boden gehst.

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