{"id":1277,"date":"2022-04-11T00:30:27","date_gmt":"2022-04-11T00:30:27","guid":{"rendered":"https:\/\/kirche-in-mayschoss.de\/?page_id=1277"},"modified":"2026-04-06T17:21:32","modified_gmt":"2026-04-06T17:21:32","slug":"osterbotschaft-urbi-et-orbi-von-papst-franziskus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kirche-in-mayschoss.de\/?page_id=1277","title":{"rendered":"Osterbotschaft &#8222;Urbi et Orbi&#8220; von Papst Leo XIV."},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"690\" height=\"690\" src=\"http:\/\/kirche-in-mayschoss.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Papst-Leo-XIV-Pfarrbriefservice-JK_IMG_0546_by_Jessica_Kraemer_dbk.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4674\" style=\"width:290px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/kirche-in-mayschoss.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Papst-Leo-XIV-Pfarrbriefservice-JK_IMG_0546_by_Jessica_Kraemer_dbk.jpeg 690w, https:\/\/kirche-in-mayschoss.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Papst-Leo-XIV-Pfarrbriefservice-JK_IMG_0546_by_Jessica_Kraemer_dbk-300x300.jpeg 300w, https:\/\/kirche-in-mayschoss.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Papst-Leo-XIV-Pfarrbriefservice-JK_IMG_0546_by_Jessica_Kraemer_dbk-150x150.jpeg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 690px) 100vw, 690px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\"><br><strong>Ostersonntag, 5. April 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Br\u00fcder und Schwestern,<br>Christus ist auferstanden! Frohe Ostern!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Seit Jahrhunderten besingt die Kirche voller Freude das Ereignis, das der Ursprung und das Fundament ihres Glaubens ist: \u00bbDes Lebens F\u00fcrst, der starb, herrscht nun lebend. Ja, der Herr ist auferstanden, ist wahrhaft erstanden. Du Sieger, K\u00f6nig, Herr, hab Erbarmen!\u00ab (<em>Ostersequenz<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Ostern ist ein Sieg: der Sieg des Lebens \u00fcber den Tod, des Lichts \u00fcber die Finsternis, der Liebe \u00fcber den Hass. Ein Sieg, der einen hohen Preis gekostet hat: Christus, der Sohn des lebendigen Gottes (vgl. <em>Mt<\/em> 16,16), musste sterben, an einem Kreuz sterben, nachdem er zu Unrecht verurteilt, verspottet und gefoltert worden war und sein ganzes Blut vergossen hatte. Als wahres Opferlamm hat er die S\u00fcnde der Welt auf sich genommen (vgl. <em>Joh<\/em> 1,29; <em>1 Petr<\/em> 1,18-19) und so uns alle, und mit uns auch die Sch\u00f6pfung, von der Herrschaft des B\u00f6sen befreit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Aber <em>wie<\/em> hat Jesus gesiegt? Mit welcher Kraft hat er den alten Widersacher, den Herrscher dieser Welt (vgl. <em>Joh<\/em> 12,31), ein f\u00fcr alle Mal besiegt? Mit welcher Kraft ist er von den Toten auferstanden, wobei er nicht in sein fr\u00fcheres Leben zur\u00fcckgekehrt, sondern in das ewige Leben eingetreten ist und so in seinem Leib den \u00dcbergang von dieser Welt zum Vater er\u00f6ffnet hat?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Diese Kraft, diese Macht ist Gott selbst, die Liebe, die erschafft und Leben schenkt, die Liebe, die bis zum Ende treu bleibt, die Liebe, die vergibt und erl\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Christus, unser \u201eSieger und K\u00f6nig\u201c, hat mit vertrauensvoller Hingabe an den Willen des Vaters, an seinen Heilsplan, seinen Kampf gef\u00fchrt und gewonnen (vgl. <em>Mt<\/em> 26,42). So ist er bis zum Ende den Weg des Dialogs gegangen, nicht in Worten, sondern in Taten: Um uns Verlorene zu finden, ist er Mensch geworden; um uns Sklaven zu befreien, hat er sich zum Sklaven gemacht; um uns Sterblichen das Leben zu schenken, hat er sich am Kreuz t\u00f6ten lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Die Kraft, mit der Christus auferstanden ist, ist vollkommen gewaltfrei. Sie gleicht der Kraft eines Weizenkorns, das, nachdem es in die Erde f\u00e4llt und stirbt, w\u00e4chst, sich einen Weg durch die Schollen bahnt, keimt und zu einer goldenen \u00c4hre wird. Noch mehr gleicht sie der Kraft eines menschlichen Herzens, das nach einer Kr\u00e4nkung seinem Racheinstinkt nicht folgt und voll Erbarmen f\u00fcr den betet, der es verletzt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Br\u00fcder und Schwestern, dies ist die wahre Kraft, die der Menschheit Frieden bringt, denn sie sorgt f\u00fcr respektvolle Beziehungen auf allen Ebenen: zwischen den Menschen, den Familien, den sozialen Gruppen und den Nationen. Sie zielt nicht auf Partikularinteressen ab, sondern auf das Gemeinwohl; sie will nicht ihren eigenen Plan aufzwingen, sondern dazu beitragen, ihn gemeinsam mit anderen zu entwerfen und zu verwirklichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Ja, die Auferstehung Christi ist der Beginn der neuen Menschheit, sie ist das Tor zum wahren gelobten Land, wo Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden herrschen, wo alle sich als Br\u00fcder und Schwestern anerkennen, als Kinder desselben Vaters, der Liebe, Leben und Licht ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Br\u00fcder und Schwestern, durch seine Auferstehung f\u00fchrt uns der Herr noch eindringlicher das Drama unserer Freiheit vor Augen. Vor dem leeren Grab k\u00f6nnen wir uns wie die J\u00fcnger von Hoffnung und Staunen erf\u00fcllen lassen oder wie die Wachen und die Pharis\u00e4er von Furcht, die gezwungen waren, zu L\u00fcgen und T\u00e4uschungen zu greifen, nur um nicht anerkennen zu m\u00fcssen, dass derjenige, der verurteilt worden war, wirklich auferstanden ist (vgl. <em>Mt<\/em> 28,11-15)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Lassen wir uns im Licht des Osterereignisses von Christus \u00fcberraschen! Lassen wir unser Herz von seiner unermesslichen Liebe zu uns verwandeln! Wer Waffen in der Hand h\u00e4lt, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich f\u00fcr den Frieden! Nicht f\u00fcr einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog! Nicht mit dem Willen, den anderen zu beherrschen, sondern ihm zu begegnen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Wir sind gerade dabei, uns an die Gewalt zu gew\u00f6hnen, wir finden uns damit ab und werden gleichg\u00fcltig. Gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber dem Tod Tausender Menschen. Gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber den Folgen von Hass und Spaltung, welche die Konflikte nach sich ziehen. Gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber den wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die sie verursachen und die wir doch alle sp\u00fcren. Es gibt eine immer ausgepr\u00e4gtere \u201eGlobalisierung der Gleichg\u00fcltigkeit\u201c, um einen Ausdruck zu verwenden, den Papst Franziskus gern verwendet hat, der vor einem Jahr von dieser Loggia aus seine letzten Worte an die Welt richtete und sagte: \u00bbWie viel Todeswillen sehen wir jeden Tag in den vielen Konflikten in verschiedenen Teilen der Welt!\u00ab (Botschaft Urbi et orbi, 20. April 2025).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Das Kreuz Christi erinnert uns stets an das Leid und den Schmerz, die mit dem Tod einhergehen, und an die Qualen, die er mit sich bringt. Wir alle f\u00fcrchten uns vor dem Tod, und aus Angst wenden wir uns ab; wir ziehen es vor, nicht hinzuschauen. Wir d\u00fcrfen nicht l\u00e4nger gleichg\u00fcltig bleiben! Und wir d\u00fcrfen uns nicht mit dem B\u00f6sen abfinden! Der heilige Augustinus lehrt: \u00bbWenn du Angst vor dem Tod hast, liebe die Auferstehung!\u00ab (<em>Sermo 124<\/em>, 4). Lasst auch uns die Auferstehung lieben: Sie erinnert uns daran, dass das B\u00f6se nicht das letzte Wort hat, denn es wurde vom Auferstandenen besiegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Er ist durch den Tod hindurchgegangen, um uns Leben und Frieden zu schenken: \u00bbFrieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch\u00ab (<em>Joh<\/em> 14,27). Der Friede, den Jesus uns schenkt, beschr\u00e4nkt sich nicht darauf, die Waffen zum Schweigen zu bringen, sondern ber\u00fchrt und verwandelt das Herz eines jeden von uns. Bekehren wir uns zum Frieden Christi! Lassen wir den Ruf nach Frieden erklingen, der aus dem Herzen kommt! Dazu lade ich alle ein, gemeinsam mit mir an der Gebetsvigil f\u00fcr den Frieden teilzunehmen, die wir am kommenden Samstag, dem 11. April, hier im Petersdom feiern werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Lassen wir am heutigen Festtag alle Streitlust, jeden Wunsch nach Dominanz und Macht hinter uns und bitten wir den Herrn, er m\u00f6ge der Welt seinen Frieden schenken \u2013 einer Welt, die von Kriegen heimgesucht und von Hass und Gleichg\u00fcltigkeit gezeichnet ist, die uns dem B\u00f6sen gegen\u00fcber machtlos erscheinen lassen. Dem Herrn empfehlen wir alle Herzen, die leiden und auf den wahren Frieden warten, den nur er geben kann. Vertrauen wir uns ihm an und \u00f6ffnen wir ihm unser Herz! Nur er macht alles neu (vgl. <em>Offb<\/em> 21,5)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Frohe Ostern!<\/p>\n\n\n\n<p>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">(Quelle: Dikasterium f\u00fcr Kommunikation &#8211; Libreria Editrice Vaticana)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ostersonntag, 5. April 2026 Br\u00fcder und Schwestern,Christus ist auferstanden! Frohe Ostern! Seit Jahrhunderten besingt die Kirche voller Freude das Ereignis, das der Ursprung und das Fundament ihres Glaubens ist: \u00bbDes Lebens F\u00fcrst, der starb, herrscht nun lebend. Ja, der Herr ist auferstanden, ist wahrhaft erstanden. Du Sieger, K\u00f6nig, Herr, hab Erbarmen!\u00ab (Ostersequenz). Ostern ist ein Sieg: der Sieg des Lebens \u00fcber den Tod, des Lichts \u00fcber die Finsternis, der Liebe \u00fcber den Hass. Ein Sieg, der einen hohen Preis gekostet hat: Christus, der Sohn des lebendigen Gottes (vgl. Mt 16,16), musste sterben, an einem Kreuz sterben, nachdem er zu Unrecht verurteilt, verspottet und gefoltert worden war und sein ganzes Blut vergossen hatte. 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